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Wiener Floskeln und Redewendungen

Die „echten Wiener“, also jene welche in dieser Stadt schon einige Jahre, Jahrzehnte oder das gesamte Leben verbracht haben, haben die Eigenschaften des grantelns (sofern sie es zuließen) aufgesogen. Manche sehen Wien sogar als die Welthauptstadt der Grantler und Suderer. Die Ur-Wiener vermischten dies mit dem Dialekt und daraus entstanden im Volksmund herrlich-grantige Redewendungen. Einheimische sehen diese Redewendungen oft als normales Jammern, andere eher als Schimpfen und Fluchen.

Tafel mit drei Worten
Geschwätz – Dialekt CC0 Pixabay

Wir haben hier einige Wiener Kraftausdrücke gesammelt. Von Phrasen zum Schimpfen auf Wienerisch, über Banalitäten, Worthülsen und Plattitüden bis hin zu bekannten Begrifflichkeiten welche man auch im Rahmen eines Wien-Aufenthalts hören wird.

aufpassn wia a haftlmocher

sehr vorsichtig und umsichtig sein bzw. ganz genau aufpassen, konzentriert sein

augn wia a kiniglhos

rote Augen wie ein Kaninchen, meist ausgelöst durch eine durchzechte Nacht mit zu viel Alkoholkonsum

bei mir konnst bodn gehn

mit meiner Unterstützung kannst du nicht mehr rechnen,
z.B. nach einer Meinungsverschiedenheit.

Jedoch geht es auch noch eine Stufe höher…

bei mir bist im orsch daham

ich will von dir nichts mehr wissen, beispielsweise nach einem Streit.
Damit ist es klar ausgesprochen, dass man von der anderen Person abstand nimmt.