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Gustav Klimt: Leben & Vermächtnis in Wien

Österreichs berühmter Maler und Jugendstil-Vertreter

Gustav Klimt gilt als einer der berühmtesten österreichischen Maler der Geschichte – und als einer der bedeutendsten Vertreter des Wiener Jugendstils. Geboren wurde er 1862 in Baumgarten bei Wien – als 2. von sieben Kindern eines Gold-Graveurs.

Das bewegte Leben des Gustav Klimt

Mit 14 startete er seinen künstlerischen Werdegang in der Kunst-Gewerbeschule des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie (heute: Universität für angewandte Kunst). Anfang 20 schon gründet er gemeinsam mit Künstler-Kollegen Franz Matsch und Bruder Ernst Klimt die Künstler-Compagnie: Ab sofort sind sie als Theater-Dekorateure im In- und Ausland erfolgreich. Sie gestalten unter anderem auch Treppen-Häuser und Räumlichkeiten des Burgtheaters in Wien.

Beethovenfries Gemälde von Gustav Klimt
Beethovenfries, Gemälde von Gustav Klimt, © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler

Kaiserliche Auszeichnung

Im Jahre 1888 verleiht Kaiser Franz Joseph I. der Künstler-Compagnie das Goldene Verdienstkreuz. Gustav erhält zusätzlich den Kaiserpreis – für die Darstellung des Publikum-Raums im Burgtheater. Es folgen große Aufträge, wobei Bruder Ernst 1892 stirbt. Gustav und Kollege Matsch erhalten 1894 den Auftrag für die berühmten Fakultätsbilder: das Decken-Gemälde im Fest-Saal der Universität. Ab 1900 sollen diese Bilder ebenso große Anerkennung wie Kritik einstecken.

1897 schließlich begründet Gustav Klimt die Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession mit – und ist erster Präsident. Die Wiener Secession gilt heute als ältestes unabhängiges und ausdrücklich der zeitgenössischen Kunst gewidmetes Ausstellungshaus. 1905 verlässt er die Secession. 1908 wird bei der Eröffnung der Wiener Kunst-Schau das weltberühmte Klimt-Bild „Kuss“ gezeigt – und sofort vom k.k. Ministerium für das Belvedere gekauft. 1918 erliegt der große Maler den Folgen eines Schlaganfalls.

Gustav Klimt im Wiener Belvedere

Die weltweit größte Klimt-Sammlung finden BesucherInnen heute im Wiener Belvedere. Unter den 24 Werken befinden sich auch „Kuss“ und „Judith“ – sowie wichtige Porträts, Landschaftsbilder und allegorische Darstellungen oder auch ein Skizzen-Buch. Die Meisterwerke können permanent im Rahmen der Sammlungspräsentation im Oberen Belvedere besichtigt werden.

Die Werk von Gustav Klimt und vielen weiteren Künstlern können mittlerweile auch online, d.h. in digitaler Form bewundert werden. Google Arts & Culture bietet diese Möglichkeit und wir haben euch einige Empfehlungen zusammengestellt.