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Oberes Belvedere – Weltgrößte Klimt-Sammlung

Kunstgeschichte mit barockem Flair

Für Prinz Eugen von Savoyen wurde das Schloss Belvedere in Wien erbaut. Dabei bilden das  Obere Belvedere und das Untere Belvedere – verbunden durch eine prächtige Garten-Anlage – bis heute eine barocke Sightseeing-Perle.

Schon beim Betreten der Schloss-Anlage spürt man die Geschichten, die das Obere Belvedere zu erzählen hat. Im Museum des Oberen Belvedere, das in der Form eines Pavillon-Systems in mehreren Blöcken angelegt ist, trifft Kunst auf historisches Ambiente: Vom beeindruckenden Prunksaal – einem Marmor-Saal mit Deckengemälde von Carlo Innocenzo Carlone – über die Prunkstiege betritt man eine vielfältige Ausstellung von weltberühmten Gemälden quer durch die Kunstgeschichte. Zwischendurch kann man durch die großen Fenster einen Blick über die Park-Anlage und Wien werfen.

Frontansicht des Schlosses
Oberes Belvedere, Nordseite © Belvedere, Wien

Größte Gustav Klimt Gemälde-Sammlung der Welt

Mit dem großen Jugendstil-Vertreter Gustav Klimt (gestorben 1918) besteht für das Museum im Oberen Belvedere seit jeher eine besonders intensive Bindung: U.a. können „Kuss“ und „Judith“ hier im Original bewundert werden. „544 Meisterwerke neu zu entdecken“ und die Entwicklung der Kunst vom Mittelalter bis 1945 in neuer Form zu erleben, wird in einem abwechslungsreichem Parcour möglich gemacht. Kürzlich wurde der Sammlungsbereich „Klassische Moderne – Zwischenkriegszeit“ der Ausstellung hinzugefügt.

Prunkstiege im Oberes Belvedere
Prunkstiege – Foto: foto-manufaktur.at, © Belvedere, Wien

Neuzugänge von Gustav Klimt im Oberen Belvedere

Bei der Eröffnung der neuen Schausammlung im März 2018 kann das Belvedere mit zwei spektakulären Neuzugängen aufwarten. Das Klimt Gemälde „Forsthaus in Weißenbach I (Landhaus am Attersee)“ wurde als Dauerleihgabe dem Belvedere übergeben und somit wieder öffentlich zu sehen sein. Weiters wurde das Bildnis „Marie Kerner von Marilaun als Braut im Jahr 1862“, ein bislang völlig unbekanntes Frühwerk von Gustav Klimt, entdeckt und bis Sommer 2018 ausgestellt.

Sala terrena im Oberen Belvedere
Sala terrena © Belvedere, Wien

Übrigens: Wer zum krönenden Abschluss des Museumsbesuchs noch ein Selfie vor Gustav Klimts „Der Kuss“ machen möchte, dem ist dies im Eingangsbereich des Oberen Belvederes  erlaubt: vor einem für Fotos freigegebenem Duplikat des Meisterwerks!

360-Grad Ansicht von Prunkstiege in den Marmorsaal

Marmorsaal:Marmorsaal im Oberen Belvedere

Marmorsaal im Oberen Belvedere © Margherita Spiluttini

Oberes Belvedere: Prinz Eugens Sommerwohnsitz

Prinz Eugen ließ das Schloss Belvedere von Johann Lucas von Hildebrandt erbauen, wovon der Obere Teil erst als Abschluss der Gartenanlage erdacht und dann auch als Wohnschloss genutzt wurde. Nach seinem Tod zog Prinzessin Anna Viktoria von Savoyen in diesen Teil des Belvederes und verkaufte die gesamte Anlage schließlich an Kaiserin Maria Theresia.

Deckengemälde von Carlo Innocenzo Carlone im Marmorsaal im Oberen Belvdere
Deckengemälde © Margherita Spiluttini

 

Schlosskapelle im Oberen Belvedere
Schlosskapelle – Foto: Eva Würdinger, © Belvedere, Wien

Öffnungszeiten und Führungen

Barrierefrei Angebote verfügbar.

hrungen: Dauer 60 Minuten. Reservierung eine Woche vorher für private Führungen unter dem Kontakt der Kunstvermittlung und Besucherservice, für die öffentliche Führung ist keine Anmeldung erforderlich.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9:00 – 17:00. An Feiertagen geschlossen!

Adresse: Prinz Eugenstraße 27, 1030 Wien
Öffentliche Anreise: Straßenbahn-Linie D, Station Schloss Belvedere: Bahn, S-Bahn, Straßenbahn 18, O, Bus 69A, Station Quartier Belvedere; Ubahn U1 Station Südtirolerplatz (Fußweg 15 Minuten).