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Tafelspitz – Wiener Küche

eine kulinarische Delikatesse in Wien

Der Tafelspitz ist ein typisches Gericht der Wiener Küche. Für die Zubereitung des Tafelspitz wird die dünn auslaufende Spitze des Schwanzstücks vom Rind verwendet. Dieses Stück Fleisch wird in Suppenbrühe gekocht und danach in Scheiben geschnitten serviert.

prime boiled beef with root vegetables and butter potatoes (viennese tafelspitz)
Tafelspitz © kabvisio / 123RF.com

Als klassische Beilage wird der Tafelspitz mit Schnittlauchsauce, Semmel- oder Apfelkren, Gemüse und Röstkartoffeln serviert.

Tafelspitz – Die Geschichte

Im zu Ende gehenden Mittelalter war Rindfleisch für die Wiener Bevölkerung ein wertvoller Bestandteil der Ernährung. Im 16. Jahrhundert wurden hunderttausende ungarische Steppenrinder nach Wien verfrachtet. Bereits damals wurde das Fleisch gekocht, weil man dadurch auch eine hochwertige Rindsuppe als Vorspeise erhielt. Die Wiener Küche war während der Regierungszeit von Maria Theresia noch eine Rindfleischküche.

Die vermutlich älteste Nennung des Wortes „Tafelspitz“ findet sich im Kochbuch von Babette Franner aus dem Jahr 1893 mit dem Titel „Die exquisite Wiener Küche

Den Übermittlungen nach wurde der „Tafelspitz“ im Hotel Sacher erfunden. Nachdem die Hofetikette es so vorsah, dass niemand weiteressen durfte wenn der Kaiser sein Besteck weglegt, mussten die noch hungrigen Gäste der Hoftafel danach nochmals essen gehen. Angeblich lies Anna Sacher hierfür ein Gericht vorbereiten, welches stundenlang vor sich hinköcheln konnte und jederzeit servierbereit war…