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Die Schlacht am Kahlenberg (1683)

und das besiegelte Ende der zweiten Türkenbelagerung

Im Jahr 1683 stand Wien 61 Tage lang unter der Belagerung der Os­manen, die Zweite Wiener Türkenbelagerung. So wie die Erste von 1529 war auch diese Belagerung ohne Erfolg und Wien konnte nicht eingenommen werden.

Wien war zu diesem Zeitpunkt Residenzstadt des römisch-deutschen Kaisers. Unter dem Stadtkommandanten Ernst Rüdiger von Starhemberg wurde die Stadt zwei Monate lang gegen ein rund 120.000 Mann starkes Belagerungsheer verteidigt.

Schlacht am Kahlenberg

Ein von Polens König Johann III. Sobieski befehligtes Heer aus Österreichern, Polen, Bayern und Sachsen – erstmals verbündeten sich Truppen des Heiligen Römischen Reiches mit solchen aus Polen-Litauen – zwang die osmanische Armee des Großwesirs Kara Mustafa Pascha in der Schlacht am Kahlenberg zum Rückzug.

Blick auf den Leopoldsberg (19. Bezirk)
Blick auf den Leopoldsberg © Schaub-Walzer / PID

Aus strategischer Sicht der Osmanen war Wien für die Erweiterung des Osmanischen Reiches sehr wichtig. Wien war Schnittpunkt zweier wichtiger Handelswege, der Donau und der Bernsteinstraße und wurde von den Osmanen auch als ein „Tor nach Westeuropa“ gesehen.

Die Stadt Wien war aber nach der ersten Wiener Türkenbelagerung vorgewarnt. Im Jahre 1548 wurden die Stadtmauern, welche im Jahr 1194 mit Hilfe der Lösegelder für Richard Löwenherz gebaut worden waren, erweitert bzw. angepasst.

Das befestigte Wien um 1609:

alte Stadtkarte aus dem Jahr 1609
Wien 1609 – Gemeinfrei/Wikimedia Commons

Mit der Schlacht am Kahlenberg, am 12. September 1683, wurde nicht nur die Zweite Türkenbelagerung Wiens beendet, die Niederlage war auch das Anfang vom Ende der Vorherrschaft der Osmanen in Europa.

Blick auf Wien vom Leopoldsberg, Donau und Neue Donau über die Weingärten am Nussberg
Blick auf Wien vom Leopoldsberg © Österreich Werbung, Fotograf: Popp G.

Video: Battle of Vienna 1683 – Islam vs Christianity

The battle was won by the combined forces of the Holy Roman Empire of the German Nations and the Polish–Lithuanian Commonwealth. The overall command was held by the senior leader, the King of Poland, John III Sobieski, who led the relief forces.

360-Grad Ansicht einer der vielen Gedenkstätten und Gedenktafeln auf dem Leopoldsberg:

Neben dem Parkplatz am Leopoldsberg am Weg zur Burg kann diese Gedenkstätte besichtigt werden – Inschrift: „Gewidmet den ukrainischen Kosaken – den Mitbefreiern Wiens 1683“