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Josefskirche – St. Josef auf dem Kahlenberg

oftmals auch Kahlenbergerkirche genannt

1628 schenkte Ferdinand II. dem Kamaldulenserorden ein Grünstück auf dem Josefsberg (auch Josephsberg, heute Kahlenberg), voraufhind diese dort ihre Niederlassung, die Kamendulenser-Eremitage, gründeten. Elf Jahre später war der Bau größtenteils beendet, bis 1683 aber immer noch nicht fertig. In diesem Jahr erhielt die Josefskirche schwere Brandschäden durch die Zweite Türkenbelagerung. Bei dieser Belagerung wurde die Stadt von hier aus vom Entsatzheer befreit, woran die Kirche im Eingangsbereich der Kirche auch heute noch erinnert.

Der komplette Neubau der Josefskirche wurde erst 1750 vollendet. 1783 wurde sie an Leopold Kriegl verkauft und zwei Jahre später geweiht. 1847 war die Josefskirche bereits weitgehend verfallen, nachdem sie, aufgrund Kriegl Zahlungsunfähigkeit, an Klosterneuburg verkauft worden war. 1852 erwarb Johann Finsterle, ein Wiener Schlossermeister die Kirche, ließ sie wiederherstellen und erneut weihen. Seit 1906 gehört das Gotteshaus den Resurrektionisten, die es mit hohen Kosten renovierten.

Kahlenbergerkirche (19. Bezirk)
Kahlenbergerkirche © Schaub-Walzer / PID

Das Innere der Josefskirche

Auf beiden Seiten des Hochaltars befindet sich ein Bild des böhmischen Barockmalers Johann Peter Brandl, entstanden ca. 1700. Friedrich Schilcher malte die dahinter befindliche Engelgruppe in Öl. Weitere Bilder auf den Seitenaltären stammen von einem unbekannten Künstler.

Nationalheiligtum in der Josefskirche

Das Nationalheiligtum der in Österreich lebenden Polen befindet sich gegenüber dem Seiteneingang: Eine gerahmte Kopie der „Schwarzen Muttergottes von Czenstochau„. Das Original „Maria Namen“ befindet sich in Rom. Papst Pius X. ließ die Kopie anfertigen. Weitere Werke, Bilder sowie Skulpturen aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind im Innenraum der Kirche, die auch Kahlenbergerkirche genannt wird, verteilt.

360-Grad Innenansicht der Kirche:

In der Sakristei befindet sich ein Brustbild Finsterlers, Erinnerungsstücke aus dem Türkenjahr 1683 sowie ein Modell der Klosteranlage. Die Gedenktafel rechts am Eingang erinnert an den Besuch von Papst Johannes Paul II. am 13. September 1983.

Die ehemalige Gruft der Kamaldulenser befindet sich in der Krypta. Hier wurden ca. 70 Mönche begraben.

360-Grad Rundumblick auf Kirche und Aussicht vom Kahlenberg auf Wien

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