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Wiener Walzer – ein weltweit bekannter Tanz

Alles Walzer!

Große Komponisten wie Johann Strauss Vater und Sohn verhalfen ihm zu weltweiter Berühmtheit: dem Wiener Walzer, einem Tanz, der nach dem Wiener Kongress (18. September 1814 bis 9. Juni 1815) gesellschaftsfähig wurde. Bis heute gilt er als berühmtes österreichisches Kulturgut. Im Welttanz-Programm hat er seit Anfang der 1960er Jahre seinen Stammplatz.

Vielfältiger Wiener Walzer

Der heute weltberühmte Standard-Tanz ist ein Gesellschafts- aber auch Turnier-Tanz. Die Bezeichnung wurde abgeleitet vom Wort „walzen“ (drehen). Denn das Tanzpaar dreht sich nicht nur schwungvoll um die eigene Achse – es bewegt sich weiterhin auch noch gegen den Uhrzeigersinn. Technisch wurzelt der Walzer im Ballett. Mit 60 Takten pro Minute gehört er dabei tempomäßig zu den schnellsten Tänzen.

Noch bis ins frühe 19. Jahrhundert galt er als verrucht und verrufen, da die Tänzer in engem Körperkontakt zueinander standen – und die Knöcheln der Damen bei den Drehungen frei lagen. Durch den Wiener Kongress wurde dem Tanz jedoch schließlich Akzeptanz entgegengebracht: Rasch etablierte er sich als der Standard-Tanz quer durch alle Gesellschaftsschichten.

Längst wird heute rund um den Erdball zum Dreivierteltakt das Tanzbein geschwungen. 1963 wurde er in das Welttanz-Programm aufgenommen. Unterschieden wird übrigens mittlerweile zwischen internationalem und amerikanischem Stil (der auch fast ausschließlich in den USA verbreitet ist).

Walzerkönig

Die entscheidenden Vorreiter des Walzers sind Johann Strauss und dessen Söhne. Gerade Johann Strauss Sohn gilt als der „Walzerkönig“ schlechthin. Er hauchte mit seinen Kompositionen wie „Kaiserwalzer“, „An der schönen blauen Donau“ oder „Wiener Blut“ dem Tanz immer frisches, innovatives Leben ein.