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Rochuskirche – Pfarrkirche St. Rochus und Sebastian

den Heiligen Rochus und Sebastian geweiht

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Rochus und Sebastian, auch Rochuskirche genannt, wurde 1642 erbaut und dem heiligen Sebastian geweiht. 1683 wurde sie vollständig zerstört und wieder aufgebaut. 16 Jahre später wurde unter dem Schutze des heiligen Rochus eine Pestbruderschaft errichtet und seit dem trägt die Kirche die Namen von beiden Heiligen.

1721 erhielt sie ihr barockes Erscheinungsbild und hat sich seit dem äußerlich kaum verändert. Die Rochuskirche schmückt die Statue des heiligen Augustinus, an beiden Seiten von den Mönchen Thomas von Villanova und Nikolaus von Tolentino.

Seitenansicht der Rochuskirche (3., Landstraßer Hauptstraße 56)
Seitenansicht der Rochuskirche © Kromus/PID

Prachtvolles Kircheninnere

Erwähnenswert sind die prachtvollen Oratoriumsfenster mit rotem Stuck und goldenen Ornamenten. Die Kommunionbank ist ebenfalls auf rotem Marmor. Ihre Pfeilnischen zieren Putten, die die göttlichen und auch Kardinaltugenden darstellen. So stehen beispielsweise das Herz für Liebe und die Waage für Gerechtigkeit.

Die beiden großen bronzenen Leuchter wurden der Legende nach aus osmanischen Kanonen gefertigt, die nach der Zweiten Wiener Türkenbelagerung zurückgelassen wurden. Die Inschrift zeugt jedenfalls davon, dass sie im Jahre 1687 von Johann Kippo gegossen wurden.

Innenansicht der Wiener Rochuskirche (3., Landstraßer Hauptstraße 56)
Innenansicht der Wiener Rochuskirche © Kromus/PID

Bedeutender barocker Hochaltar

In den sechziger Jahren wurde ein provisorischer Volksaltar erreichtet, der 2006 wieder durch den ursprünglichen Barockaltar ersetzt wurde. Seitdem steht der Priester bei der Eucharistiefeier nun wieder teilweise mit dem Rücken zum Volk.

Kaiser Leopold I. spendete 1690 den Hochaltar, den der Barockmaler Peter Strudel fertigte. Das Bild, das das Leid von Kranken, Sterbenden und Trauernden darstellt, soll an die Pestepidemie in Wien im Jahr 1679 erinnern. Viele Heilige sind auf diesem Werk versammelt, beispielsweise Sebastian und Rosalia. Auch Maria, von Engeln umgeben und auf die Stadt Wien deutend, betet zur Dreifaltigkeit.

Altar der Rochuskirche (3., Landstraßer Hauptstraße 56)
Altar der Rochuskirche © Kromus/PID

Anreise und Lage der Kirche

Adresse: Landstraßer Hauptstraße 56, 1030 Wien
Öffentliche Erreichbarkeit: U-Bahnlinie U3, Haltestelle Rochusgasse
Karte:

Informationen zu den Hl. Messen