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Der Wiener Graben: Luxuriös flanieren

Prachtstraße mit Traditionsgeschäften des Kaisers

Das „Goldene UWiens ist der sogenannte Graben: Ausgehend vom Stephansplatz und gemeinsam mit der noblen Kärntner Straße und dem ebensolchen Kohlmarkt ist er die Luxus-Einkaufsstraße im ersten Bezirk. Zahlreiche traditionelle Restaurants und Kaffeehäuser – teils mit tollen Gastgärten – laden hier zur genussvollen Pause ein. Flankiert ist die Luxus-Meile teurer Marken und Shops von geschichtsträchtigen Bauwerken. Unter anderem sind hier das Meinl-Haus oder die Pestsäule zu besichtigen.

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singerstrasse and graben © pxhidalgo / 123RF.com

Die Geschichte des Wiener Grabens

Der Name des Wiener Grabens leitet sich von seinem Ursprung im Römerlager Vindobona ab. Da war der Graben – ein Graben. Und das noch bis ins Mittelalter hinein. Erst Ende des 12. Jahrhunderts wurde er zugeschüttet und zur Straße. Über die Jahrhunderte fungierte der Straßenzug für Festivitäten und Märkte, heute zieren Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert die Prachtstraße. Anfang der 1970er Jahre schließlich wurde der Graben zur – damals österreichweit ersten – Fußgänger-Zone umgewidmet.

Der Graben – Traditionsgeschäfte

Noch heute befinden sich hier die ältesten gewerblichen Traditionsbetriebe der Stadt. Beispielsweise das Traditionsunternehmen „Zur Schwäbischen Jungfrau“, mit einer Hochzeitsliste,  im Schaufenster, welche als Blickfang für die weiblichen Besucher gilt. Seit 1720 besteht das Traditionsunternehmen, auch Kaiserin Elisabeth ließ sich durch die „Schwäbische Jungfrau“ einkleiden.

1702 wurde das älteste Porzellanfachgeschäft Wiens, mit dem Namen „Albin Denk“, gegründet. Ein ehemaliger k.u.k. Hoflieferant, in welchem die Kunden auch heute noch ein großes Angebot an farbenfrohem und klassischem Porzellan erhalten.

Auch die ältestes Schusterei der Stadt, „Rudolf Scheer“ befindet sich in dieser Straße. Im Jahr 1816 gegründet, war auch dieses Geschäft ein ehemaliger k.u.k Betrieb, eine „Hofschuhmacherei“. Noch heute ist das Verkaufslokal mit Altholz ausgestattet und verbindet den dazugehörigen Holzgeruch mit der langjährigen Tradition.

Weitere Traditionsgeschäfte „Hoflieferanten“ des Kaisers mit einem Ursprung in dieser Straße sind

  • Nägele & Strubell eine österreichische Parfümeriekette, welche im Jahr 1880 als Gemischtwarenhandlung zum Verschleiß von Parfümerie- und Drogeriewaren „Zum Genfer Kreuz“ gegründet wurde.
  • Juwelier Anton Heldwein, gegründet im Jahr 1902, bekam im Jahr 1906 den Titel eines k.u.k. Hofjuweliers. Hauptkunde war Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este

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