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Augustinerkirche: Herzgruft & weltberühmte Orgeln

Historische Trauungskirche der Habsburger

Die Augustinerkirche ist besonders eng verbunden mit Wiens imperialer Geschichte: Von 1634 bis 1918 war sie die k.u.k. Hof-Pfarrkirche und Trauungskirche der Habsburger. 1736 heiratete Erzherzogin Maria-Theresia ihren Gatten Franz Stefan von Lothringen. 1854 gaben sich Kaiser Franz Josef I. und die weltberühmte Prinzessin Elisabeth von Bayern das Ja-Wort.

Bereits im Jahr 1327 stiftete Friedrich der Schöne die Kirche und das Kloster der Augustiner.1836 starb der Orden der Augustiner durch die Reformen Josephs II. aus. Seit 1951 wird die Kirche jedoch wieder von den Augustinern betreut.

augustinian church, roman catholic parish church and part of hofburg palace in vienna, austria
Augustinerkirche © tasfoto / 123RF.com

Die Herzgruft in der Augustinerkirche

In der sogenannten Herzgruft befinden sich bis heute 54 Herzen der Habsburger. Sie werden in silbernen Urnen aufbewahrt. Die Gebeine wiederum befinden sich in der Kaisergruft.

Ebenfalls sehenswert bei Besichtigung der Augustinerkirche ist das Grabmal der Erzherzogin Marie Christine sowie die gotische Georgskapelle.

Berühmte Orgeln

Weltberühmte Musiker gaben sich in der Augustinerkirche ein Stelldichein: So dirigierte Franz Schubert in dieser Kirche seine Messe in F-Dur. Anton Bruckners F-Moll-Messe wurde hier uraufgeführt.

360-Grad Innenansicht der Kirche:

Die Herzgruft der Habsburger

Architektur der Augustinerkirche

Vom Eingang am Josephsplatz geht es über das Foyer in den dreischiffigen Haupt-Raum der Kirche – mit 43 Metern Länge, 20 Metern Breite und 20 Metern Höhe. Der direkt daran angeschlossene Hoch-Chor misst 40 Meter Länge, 10 Meter Breite und 24 Meter Höhe. So herrschen ideale Bedingungen für Liturgie, Orgel-Konzerte und Kirchen-Musik.

Die weiteren Räumlichkeiten gliedern sich in Georgskapelle, Sakristei und Loretokapelle. Hier liegen im bereits erwähnten „Herzgrüftl“ die mehr als 50 Habsburger-Herzen.

Im Jahr 1339 wurde das Langhaus fertiggestellt. 10 Jahre später wurde es mit dem Kreuzgang geweiht. Mit der Errichtung der Erzdiözese Wien entstand im Jahr 1729 der Brauch, den neuernannten Erzbischof von Wien in der Augustinerkirche einzukleiden. Diese Tradition wurde noch bis Kardinal König beibehalten.

Die Reformen von Joseph II. hinterließen ihre Spuren: 1783 wurde die Kirche regotisiert. 18 wertvolle Seiten-Altäre aus den Jahren 1630 bis 1780 wurden in Zuge dessen entfernt.

Herzgruft der Habsburger, Augustinerkirche
Herzgruft der Habsburger, Augustinerkirche © Österreich Werbung, Fotograf: Trumler

Anreise und Lage der Kirche

Adresse: Augustinerstraße, 1010 Wien
Karte: